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Grundlagen des animierens
Dieses Tutorial ist 3-geteilt, um die Übersicht einfacher zu gestalten in:
1) Vorwissen
2) Fortbewegung (Diese Seite)
3) Gestiken und Emotionen
Kapitel 2
Fortbewegungsmöglichkeiten
1) Das Gehen. (komplex, mit Arm- und Beinanimation, "natürliches Gehen")
Das wahrscheinlich lässtigste und
gleichzeitig wichtigste beim Filmdreh ist das laufen der Minifigs. Das
Gehen hat so seine Tücken wie bereits viele Brickfilmer merken mussten.
Das Problem ist, dass es in der Brickwelt keine Verhältnisse gibt. Die
Beinlänge im Verhältniss zu den Armen oder der Kopf zum Oberkörper sind
Aspekte die es schwer machen eine Minifig "realistisch" laufen zu
lassen. Geschweige denn das fehlen von Knien. Die hier vorgestellten
Laufmethoden sind bestimmt nicht die besten die es geben könnte, aber
beim derzeitigen Stand der Brickfilmkunst sind keine Varianten bekannt
die besser aussehen.
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Diese Laufvariante ist die, welche am
natürlichsten wirkt. Hier wurde eine altnerative gefunden um eine
Minifig schön laufen zu lassen ohne das irgendwelche Verhältnisse
störend wirken.
1:
Beachtet die
feine Armebewegung. Die Arme dienen nur zum Gleichgewicht halten.
Deshalb schwingen die Arme mit den Beinen mit und nicht umgekehrt.
Demnach bewegen sich die Arme weniger als die Beine. Beachtet dafür
besondern Bild 2, 3 und 4. Der rechte Arm schwingt weniger als sich das
linke Bein nach vorn bewegt. Erst durch dieses Detail wirkt die
Bewegung natürlich. Achtete darauf NIEMALS eine Armbewegung beim
animieren auszulassen, sonst bekommt ihr in eurem Filmergebnis ein
physikalisches Wunder zu sehen.
2:
Beachtet ausserdem Bild 3 und 7. Die Beine befinden sich ZWISCHEN den
Noppen. Sie stehen weder auf der vorderen noch auf der hinteren.
Hierdurch wird das "abrollen" der Ferse deutlich gemacht. Anders würde
der Schritt abgehackt wirken.
3:
Der Rücken des Minifig ist durchgehend leicht nach vorn gebeugt.
Ist der Oberkörper weiter nach vorn gebeugt würde der Schritt wie ein
stolpern wirken. ein gerader Rücken würde wie marschieren mit
lässigem Gang aussehen. Jetzt wisst ihr zusätzlich wie man eine Figur stolpern
lassen könnte :o).
2) Das Marschieren.
Wer eine Armee oder ein Heer aus Soldaten durch die Strassen oder über
die Felder marschieren lassen will kann sich diesem Bewegungsmuster
bedienen.
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Beim marschieren sollte darauf geachtet werden das der Rücken möglichst
vertikal bleibt, und zwar in jedem Bild. Das ist hier in Bild 1 und 4
leider nicht so vorbildlich geworden. Diese Fortbewegungsvariante
sticht mit ihrer militärisch, abgehackten weise hervor. Umso weiter ihr
die Beine heben lasst, desto extremer marschieren die Figuren. Ihr
könnt die Beine dabei auch bis zum Anschlag heben, das liegt im
ermessen von euch und je nachdem was besser gefällt.
3) Das Rennen.
In fast jedem Film muss irgendwann mal etwas ganz schnell gehen, und
eine Minifig sieht sich gezwungen einen kleinen Sprint einzulegen. Auch
für diese eventualität wurde ein Bewegungsmuster entwickelt.
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Beachtet in Bild 3 und 6, das
die Spannweite 3 Noppen beträgt. Beim rennen überbrückt das Minifig
eine ganze Noppe. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber das Rennen
könnte mit einem etwas stärker nach vorn gebeugten Oberkörper besser
aussehen. Bedenkt aber das kein Mensch aus dem Stand rennen kann und
genausowenig stehen bleiben. Fangt also am besten mit einem Schritt das
natürlichen gehens an und verfallt dann erst ins rennen. Genauso
solltet ihr auch stoppen. Anders würdet ihr mal wieder ein
physikalisches Wunder erbringen.
Interaktionen:
1)
Händeschütteln.
Selbstverständlich müssen die Figuren in den
Filmen auch miteinander interagieren. Das Händeschütteln ist zwar eher
eine seltene Form der Interaktion, doch wenn es stattfindet wirkt es
oftmals merkwürdig.
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Beachtet das die Figuren beim Händeschütteln nur 2 Noppen
voneinander entfernt stehen. Bei 3 Noppen müssten sie sich zu weit nach
vorn beugen. Der Betrachter sollte das Gefühl bekommen das die Hände
ineinander verhakt seien, deshalb achtet auf den Schritt von Bild 2 zu
3. Die Hände sind absichtlich "schlagartig" ineinander. Bewegt die
Hände so oft wie ihr mögt auf und ab, achtet dabei aber darauf das die
Hände der
beiden Minifigs stets auf dergleichen Höhe bleiben. Benutzt ruhig mal
die Pinzette und drückt die Hände von oben und unten zusammen, so das
sie in jedem Bild stets "vereint" bleiben. Sie dürfen auf gar keinen
Fall das Gefühl erwecken ineinander zu verrutschen. Weder in der Höhe
noch in der waagerechten. Deshalb müssen die Minifigs mit den
Oberkörpern nach vorn und hinten wippen, damit die Hände auch
zusammenbleiben. Wie man zwischen Bild 7 und 10 beispielsweise gut
sehen kann. Macht ausserdem an den Hoch und Tiefpunkten der Bewegung 2
Bilder ohne Bewegung (Bild 7 und 8). Auf diese Weise wirkt die Bewegung
nicht monton und nicht zu kräftig. Dosiert zusätzlich das Schütteln.
lieber eine kleine dezente Bewegung, als das der Zuschauer das Gefühl
bekommt die Minifigs würden sich die Arme abreissen wollen. Betrachtet
Bild 12 um zu sehen wie die Hände tatsächlich ineinander verschachtelt
sind.
2) Winken.
Man kennt diese Situation: Zwei Figuren treffen
sich, und sollen sich zuwinken, aber die Minifigs können ihre Arme
nicht seitlich zur Ebene bewegen, nur in der länge.
Deshalb müssen sie seitlich stehen und den kopf gedreht haben. So winkt
der Bauarbeiter seinem Kollegen mit der Kreissäge zu.
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Auch hier heisst es: Langsam anfangen und langsam wieder zum Ende
kommen. In der Mitte der Animation können die Bewegungen gröber werden.
Im Film sieht das dann so aus: Georg der Bauarbeiter (Ausschnitt)
Taschen und Rucksäcke benutzen: Gepäck.
Ein Problem das vielleicht gar kein Problem ist. Wie soll eine
Minifig Gegenstände tragen ohne sich dabei komplett zu behindern? Um
dieses Problem zu umgehen bedient man sich eines kleinen Tricks.
Minifigs besitzen nämlich nimmervolle Taschen, kaum zu glauben aber
wahr.
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Umso feiner die Bewegung ist, desto langsamer holt das Minifig die
Schippe hervor. Ihr solltet das Minifig auf jeden Fall von vorn zeigen,
damit man nicht sehen kann was es hinter seinem Rücken verteckt, bzw.
in seinem "magischen" Rucksack. Wie hier deutlich sichtbar ist, dreht
sich das Minifig nach hinten, ohne aber die Füße von den Noppen zu
nehmen. Es verdreht die Beine auf den Noppen. Sobald die Hand nichtmehr
sichtbar ist kann man dem Minifig den Gegenstand in die Hand geben und
wieder nach vorn holen lassen. Auf diese Weise können noch viel
grössere und mehr Gegenstände als eine Schippe herbeigezaubert werden.
Es ist wirklich erstaunlich was ein Minifig auf diese Weise zu Tage
fördern kann :o). Diegleiche Bewegungsabfolge rückwärts lässt auch
Gegenstände wieder verschwinden (einstecken).
>>Weiter zu Gestiken und Emotionen >>
Dieses Tutorial wurde von Pinus [P.] Hauser für Brick-Trick verfasst
Kontakt unter: P@lux-studios.de
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